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Die Sorben / Wenden

 

Die Lausitz ist die geographische Bezeichnung des sorbischen Siedlungsgebietes, das sich über das südöstliche Brandenburg und östliche Sachsen erstreckt. Ihr Name kommt aus dem Slawischen, von „Luzica“ und bedeutet sinngemäß Sumpfland. Der Spreewald (Błota) liegt in der Lausitz und gehört somit auch zum Siedlungsgebiet des kleinsten slawischen Volkes, der Sorben/Wenden. Vor mehr als 1000 Jahren kultivierten sie diese Landschaft.

Die Sorben nennen sich in der Oberlausitz „Serbja“, in der Niederlausitz „Serby“. In der deutschsprachigen Eigenbezeichnung wird neben dem Begriff „Sorben“ auch der Begriff „Wenden“ benutzt. Beide Begriffe gehen auf die lateinischen Bezeichnungen „Sorabi“ und „Veneti“ zurück.

Als Vorfahren der Sorben gelten slawische Stämme, die in der Zeit der Völkerwanderung, vor mehr als 1400 Jahren, das Gebiet zwischen Elbe und Oder sowie der Ostsee und den deutschen Mittelgebirgen besiedelten.

Infolge von Assimilation und einer zielgerichteten Germanisierung verringerte sich, nach dem Verlust der Selbstständigkeit im 10. Jahrhundert, das Siedlungsgebiet enorm.

Den Nachfahren der oberlausitzer Milzener und der niederlausitzer Lusizer ist es dennoch gelungen ihre Sprache und Kultur bis in die Gegenwart zu erhalten, zu pflegen und kommenden Generationen weiter zu geben.

 

Das Volk der Sorben/Wenden (etwa 60.000) zählt zu den 4 autochthonen Minderheiten, die in Deutschland bekannt sind.

Besucher werden immer wieder von einer Besonderheit fasziniert. Ihnen begegnet das Phänomen der Zweisprachigkeit, sei es in Form von Ortsschildern, Straßennamen, Beschriftungen an Betrieben, Geschäften, kommunalen Einrichtungen oder aber in Gesprächen.

Die Region ist reich an Geschichte und birgt vielfältige kulturelle Besonderheiten. Traditionelles Handwerk, Brauchtum und die Zweisprachigkeit lassen Sie die Ursprünglichkeit der Heimat der Sorben erleben.

Die einzelnen Trachtengebiete der sorbischen Lausitz bilden die größte geschlossene Trachtenregion in Deutschland. Das Tragen dieser Trachten ist Ausdruck materieller Volkskultur und stellt ein wichtiges Identifikationsmerkmal der Sorben/Wenden dar.

 

Von Spreewaldort zu Spreewaldort bzw. von Kirchspiel zu Kirchspiel findet man Unterschiede in den Trachten, z.B. in den Farben, der Länge der Röcke und der Größe der Hauben. Unterschiede gibt es auch bei den Anlässen, so gibt es Festtagstracht, Kirchgangstracht und Arbeitstracht.

Zahlreiche Bräuche, wie beispielsweise die Vogelhochzeit, das Zampern, der Zapust, das Hexenbrennen, das Aufstellen und Werfen des Maibaums, das Osterreiten, das Verzieren von Ostereiern, das Abbrennen von Osterfeuern, Erntebräuche (z.B. Stoppelreiten, Hahnrupfen, Ringreiten) und die Kirmes erfreuen sich in den einzelnen Regionen großer Beliebtheit.

Außerhalb der Familien engagieren sich auch Jugendliche und Vereine in den Dörfern für das lebendige Brauchtum. Die sorbische Sprache wird gepflegt, es werden Trachten getragen und die Traditionen der Heimatregion gelebt.

Sorbische Folklore mit typischen Liedern, Tänzen und Volksinstrumenten wird von professionellen und von Laienensembles dargeboten. In ausgewählten Restaurants und Gasthöfen kann sorbische Küche erlebt werden.

 

Die Orte des sorbischen Siedlungsgebietes vermitteln mit ihrer besonderen Architektur, mit Museen und Heimatstuben, mit Kirchen und Klöstern einen tiefen Einblick in das frühere Leben der Slawen in Deutschland.

Auf den folgenden Seiten erfahren Sie mehr über die Sorben und Wenden:

Sorbischer Kulturtourismus e.V. www.tourismus-sorben.com
Domowina - Bund Lausitzer Sorben e. V. www.domowina.de
Sorbische Kulturinformation LODKA www.lodka.sorben.com

 
 
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